Objektberichte:

WEBAC® mit Höchst-Leistung

Baugrundsicherung durch Injektion statt aufwendige Unterfangung

Der Industriepark Frankfurt-Höchst ist ein innovativer Chemie- und Pharmastandort im Herzen Europas. Für forschende und produzierende Unternehmen bietet der Standort mit seiner gewachsenen Infrastruktur ideale Voraussetzungen. Eine perfekte Anbindung an internationale Verkehrswege sowie die direkte Nähe zu wichtigen Zuliefer-, Absatz- und Finanzmärkten machen den Industriepark besonders attraktiv.
Auf Grund der dadurch mittlerweile sehr beengten Verhältnisse auf dem Industriepark sollten vorhandene Gebäudeteile durch den Bau von zusätzlichen Tiefgeschossen unterhalb der Sohlenebene erweitert werden.
In einem Bauabschnitt wurde Raum für ein zusätzliches Aggregat unter einer Produktionshalle benötigt. Diese Erweiterungsmaßnahme sollte durch bergmännisches Untergraben der vorhandenen Halle erfolgen. Die dadurch gefährdeten Köcherfundamente (bewehrte Einzelfundamente mit einer Öffnung zur Aufnahme einer Einspannstütze) mussten deshalb gegen Absinken oder Abrutschen aufgrund der Erweiterungsmaßnahme gesichert werden. Im Vorfeld dieser Maßnahme wurden die Produkte WEBAC®2061 (polymermodifiziertes Alkalisilikat) und WEBAC®4170 (Epoxidharz) bereits zur Stabilisierung von Wandbereichen auf dem Betriebsgelände eingesetzt. Die Stabilitätsüberprüfung dieser Bereiche ergab sehr gute Festigkeitswerte.
Nachdem auch zusätzliche Versuche an einer abgestuften Sieblinie Quarzsand sehr gute Ergebnisse ergaben,entschied man sich bei dieser Verfestigungsmaßnahme für WEBAC®2061. WEBAC®2061 ist ein über viele Jahre bewährtes, sehr niedrigviskoses 2-Komp.-Injektionssystem auf Basis eines polymermodifizierten Alkalisilikates zur Verfüllung, Verfestigung und Stabilisierung von leicht lösbaren Bodenarten, nicht-bindigen bis schwachbindigen Sanden, Kiesen und Sand-Kies-Gemischen. Es eignet sich dadurch sehr gut zur Tragfähigkeitserhöhung von Baugründen, aber auch zur Verfestigung von Beton, Mauerwerk und porigem Naturstein. Die Injektion erfolgte mit dem Baufortschritt je Fundament.
Die Anordnung der 2m langen Injektionslanzen im Baugrund zur Verfüllung und Stabilisierung erfolgte einerseits vertikal in Fächerform zur Randstabilisierung und andererseits horizontal für den Bereich unterhalb des Fundamentes. Bereits am Tag nach der Injektion konnte weiter bis in den Bereich des nächsten Fundamentes vorgebaut werden.
Da eine alternative Unterfangung aufgrund der Risiken von Bauschäden sehr zeitaufwendig und teuer gewesen wäre, konnte mit diesem Verfahren der Aufwand deutlich minimiert und die Erweiterungsmaßnahme im Industriepark Frankfurt-Höchst in kürzerer Zeit erfolgreich abgeschlossen werden.