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Düna-Talsperre in Lettland

Sanierung bituminöser Fugenabdichtungen mit WEBAC® 4101

An der in den 60er Jahren erbauten Düna Talsperre des größten lettischen Flusses Düna/Daugavas (Wasserstand: 40 m), wurde mit Hilfe der WEBAC ein neuartiges Abdichtungssystem für defekte Dehnfugen erfolgreich erprobt. Die vertikalen Dehnungsfugen zwischen den mit Bitumen gefüllten Sektionen sollten auf eine dauerhafte, kostengünstige Weise wieder hergestellt werden. Taucher hatten am unteren Teil der Fugen austretendes Bitumen festgestellt. Man vermutete, dass das Bitumen aufgrund der ca. 40-jährigen Alterung spröde geworden war oder ein ähnlicher Zersetzungsprozess eingesetzt hatte. Es gab keine Möglichkeit, die Fuge durch erneute Auffüllung mit Bitumen wieder herzustellen. Zur Schadensbegrenzung entschied man sich, eine neue Fuge auf der Wasserseite einzubauen und die alte bitumengefüllte Fuge über diese zu schließen. Nach sehr erfolgreichen Testergebnissen entschied man sich im Jahr 2000, die Fugen mit dem elastischen Epoxidharz WEBAC® 4101 zu befüllen. Das Material eignet sich besonders deshalb, weil es eine hohe Elastizität aufweist und dabei über eine hohe Festigkeit verfügt. Für den Einbau der Fuge wurde ein vertikales 32 m tiefes Bohrloch angefertigt. Anschließend wurden in das Bohrloch ein Baumwoll-Persenning-Schlauch sowie ein perforiertes PE-Rohr eingebracht. Die Injektion erfolgte über einen Injektionsschlauch beginnend am tiefsten Punkt der wassergefüllten Fuge. Nun wurde der Injektionsschlauch von Injektionslevel zu Injektionslevel nach oben mitgeführt, wobei die Injektion nicht in das Wasser, welches verdrängt werden sollte, sondern in das EP Harz erfolgte. Auf diese Weise konnte das Bohrloch vollständig mit dem Injektionsharz befüllt werden. Hierbei wurde der Gegendruck beobachtet, der indirekt Auskunft über den Verlauf der Befüllung unter Wasser gab. Die gefüllten Schläuche passten sich dem Bohrlochverlauf an und ermöglichten so eine absolute Abdichtung. Die Fuge wurde von Fachleuten begutachtet und das erzielte Ergebnis für so gut befunden, dass man sich im Folgejahr entschied, das Verfahren an einer weiteren Fuge des Staudamms durchzuführen. Zwischen 2001 und 2002 wurden bei diesem Projekt ca. 8 Tonnen WEBAC® 4101 verarbeitet. Diese erfolgreiche Sanierungsmaßnahme wurde unter dem Vorsitz der Schweizer Betreiberfirma, unter der Projektleitung der Stelle für Dammsicherheit durchgeführt. Hauptakteure dieses Sanierungsprojektes waren renommierte ansässige Fachfirmen, sowie WEBAC®, vertreten durch unseren lettischen Vertriebspartner Plastima AT.

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