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Pumpstation Altjeßnitz

Innovative Baugrubenabdichtung

Die Pumpstation der Mulde in Altjeßnitz (nähe Bitterfeld-Wolfen) stand zu einer Komplettsanierung an. Mit Ausnahme des Rechens vor den Pumpenkammern sollte der gesamte landseitige Teil der Mulde-Pumpstation rückgebaut werden.

Um den Arbeitsbereich vor eindringendem Wasser zu schützen, wurde eine Abdichtungsvariante gesucht, die das Wasser der Mulde mit einem Pegelstand von mehr als 2 m zurückhält. Die Abdichtung musste für mindestens ein Jahr bestehen, die Beständigkeit gegenüber einem ständigen Frost-Tau-Wechsel war daher erforderlich. Die klassische Lösung zum Schutz der Baugrube wäre der Einbau einer Spundwand gewesen. Als Alternative bot es sich an, den Zwischenraum zwischen den Rechen des offenen Wehres als Abdichtungsebene zu nutzen. Das Dichtungsmaterial sollte bei vollem Wasserstand zwischen den Rechen eingebaut werden und nach Beendigung der Arbeiten reversibel sein. Verunreinigungen durch Abdichtungsmaterial waren auszuschließen.

Nachdem verschiedene Abdichtungsvarianten geprüft wurden, fiel die Wahl auf WEBAC® 240. Um eine stabile, mechanisch belastbare Abdichtung zu erzielen, wurde das Polyacrylatgel in einer langsamen Einstellung mit Sand aufgefüllt. Die Rechen des offenen Wehres wurden zunächst mit Brettern und PE-Folie beplankt und wieder abgesenkt. Zwischen den beiden Rechen entstand so ein Zwischenraum, der für die Abdichtung mit dem Gel-Sand-Gemisch geeignet war. Auf diese Weise konnte das Gel-Sand-Gemisch bei vollem Wasserstand in diesen Zwischenraum eingebracht werden. Durch die Dichte von > 1,8 kg/dm³ sank dieses Gemisch bis auf den Grund und konnte so Schicht für Schicht bis 30 cm über den höchsten zu erwartenden Pegelstand eingebaut werden. Nach dem Abpumpen des Wassers wurde in die noch vorhandenen Leckstellen WEBAC® 240 direkt injiziert. In dem Bereich hinter der Abdichtung konnte der Rückbau der Pumpstation und die Neubaumaßnahme ohne Beeinträchtigung durchgeführt werden. Damit wurde die abdichtende Wirkung des Acrylatgels eindrucksvoll nachgewiesen.

Über die Zeit einer vollen Sommer- und Winterperiode hielt die ca. 15 cm dicke Gel-Sand-Mischung drückendes Wasser mit einer Pegelhöhe von mehr als 2 m von der Baustelle ab. Nach Abschluss der Arbeiten ließ sich der Gel-Sand-Körper problemlos aus dem Zwischenraum der Rechen entfernen. Das innovative Lösungskonzept brachte eine erhebliche Kosteneinsparung gegenüber dem Einbau einer Spundwand.

Dieser Einsatz von Polyacrylatgelen lässt auch weiterhin interessante sowie wirtschaftliche Lösungen für die Baugrubenabdichtung erwarten.