EP Injektionsharze
WEBAC® 4170
- Classic Line
Der Industriepark Frankfurt Höchst ist ein bedeutender Chemie- und Pharmastandort im Zentrum Europas. Er bietet forschenden und produzierenden Unternehmen optimale Bedingungen durch seine gewachsene Infrastruktur, seine Anbindung an internationale Verkehrswege sowie die Nähe zu wichtigen Zuliefer-, Absatz- und Finanzmärkten. Damit zählt der Standort zu den leistungsfähigsten Industrieparks in Europa.

Im Industriepark Frankfurt Höchst führten die über Jahrzehnte entstandenen, dichten Bebauungsstrukturen dazu, dass Erweiterungen nur durch vertiefte Bauwerke unter bestehenden Gebäuden realisierbar waren. So sollte unterhalb der Sohlenebene einer bestehenden Produktionshalle Raum für ein zusätzliches Aggregat geschaffen werden. Die Umsetzung war als bergmännisches Untergraben geplant, wodurch bestehende Köcherfundamente – das sind bewehrte Einzelfundamente mit Öffnung zur Aufnahme von Einspannstützen – vor Absinken oder Abrutschen geschützt werden mussten.
Bereits in früheren Projekten auf dem Betriebsgelände kamen die Injektionsprodukte WEBAC 2061 (ein polymermodifiziertes Alkalisilikat) und WEBAC 4170 (ein Epoxidharz) erfolgreich zur Stabilisierung von Wandbereichen zum Einsatz. Prüfungen bestätigten dabei hervorragende Festigkeitswerte.
Auch im aktuellen Projekt überzeugte WEBAC 2061 nach ergänzenden Labortests mit abgestufter Sieblinie Quarzsand durch sehr gute Ergebnisse. Aufgrund der niedrigen Viskosität und der bewährten Wirksamkeit wurde es für die Verfüllung und Verfestigung des Bodens unterhalb der Fundamente eingesetzt.
Das zweikomponentige Injektionssystem WEBAC 2061 eignet sich ideal zur Tragfähigkeitserhöhung von Baugründen, insbesondere bei nicht-bindigen bis schwachbindigen Sanden, Kiesen und Sand-Kies-Gemischen. Es wird auch erfolgreich zur Verfestigung von Beton, Mauerwerk und porösem Naturstein verwendet.
Die Injektion erfolgte entsprechend dem Baufortschritt je Fundament. Die Anordnung der Injektionslanzen (2 m Länge) wurde vertikal in Fächerform zur Randstabilisierung und horizontal zur Sicherung unterhalb der Fundamente vorgenommen. Bereits am Tag nach der Injektion konnte mit dem nächsten Fundamentabschnitt weitergebaut werden.
Da eine alternative Unterfangung mit erheblichen Risiken für Bauschäden sowie hohem Zeit- und Kostenaufwand verbunden gewesen wäre, erwies sich das gewählte Injektionsverfahren als deutlich effizientere Lösung. Es ermöglichte die schnelle, sichere und wirtschaftliche Umsetzung der Erweiterungsmaßnahme im Industriepark Frankfurt Höchst.
EP Injektionsharze
WEBAC 4170 ist ein CE-zertifiziertes, sehr niedrigviskoses EP Injektionsharz mit guter Penetration. Es dringt in feinste Risse ein, härtet fest aus und sichert durch optimale Benetzung und Haftung eine dauerhafte Verbindung, auch bei trockenen oder nassen Rissflanken. Es wird zum Schließen, Abdichten und kraftschlüssigen Verbinden von Bauteilen eingesetzt und ist auch zum Rissverguss geeignet.
Silikatharze
WEBAC 2061 ist eine sehr niedrigviskose, wasserbeständige Silikat-Injektionslösung. Sie reagiert zu einem chemisch widerstandsfähigen Verfestigungsgefüge und eignet sich zur Stabilisierung und Verfestigung von nichtbindigen bis schwachbindigen Böden sowie Mauerwerk.