FAQ
Welche Methoden eignen sich für dicke Ziegelmauern mit Feuchtigkeitseintrag?
Bei massiven Hohlräumen im Mauerwerk wird zunächst eine Hohlraumverfüllung durchgeführt, um unkontrolliertes Abfließen von Injektionsmaterial zu verhindern. Anschließend können Injektionsharze zur Herstellung einer durchgehenden Horizontalsperre eingebracht werden, sodass das Mauerwerk dauerhaft gegen Feuchtigkeit geschützt ist. Ein Beispiel dazu finden Sie im Projektbericht zur Sanierung eines Bankgebäudes in Rzeszów.
Welche Verfahren eignen sich für sehr dicke Wände ?
Für sehr dicke Wände eignen sich Schleierinjektionen innerhalb des Wandquerschnitts, da sie auch bei starken Wandstärken eine durchgehende Abdichtung ermöglichen. Dabei wird das Porengefüge der Wand mit einem Injektionsgel verschlossen, sodass eine neue Abdichtungsebene entsteht und die Kellerwände von innen austrocknen können. Ein praktisches Beispiel finden Sie im Projektbericht zur Sanierung der Malzfabrik Grevesmühlen.
Helfen nachträgliche Horizontalsperren auch bei Salzausblühungen?
Ja, nachträgliche Horizontalsperren können auch bei salzbelastetem Mauerwerk wirksam sein. Durch das gezielte Einbringen von Injektionsharzen wird der kapillare Feuchtetransport dauerhaft unterbunden, sodass sich selbst in stark durchfeuchtetem und hohlraumreichem Mauerwerk der Feuchtegrad deutlich reduziert. Ein Beispiel dazu finden Sie im Projektbericht zur Sanierung eines Altbau-Kellers.
Wie können Bauwerke mit salzbelastetem Mauerwerk geschützt werden?
Bauwerke mit salzbelastetem Mauerwerk können durch eine Flächenabdichtung geschützt werden, die Feuchtigkeitseintritt verhindert und gleichzeitig diffusionsoffen bleibt. So kann Restfeuchte entweichen, ohne neue Schäden zu verursachen, während die Bausubstanz dauerhaft stabil bleibt. Beispiel finden Sie im Projektbericht zur Sanierung des Observatorio Astrofísico La Palma und der Stadtmauer Potsdam.
Flächenabdichtung Observatorium La PalmaFlächenabdichtung Stadtmauer Potsdam
Wie werden großflächige Risse abgedichtet?
Großflächige Risse, wie sie zum Beispiel in Parkbauten vorkommen, werden durch ein Rissinjektionsverfahren saniert: Die Risse werden zunächst keilförmig aufgeweitet, gereinigt, die Flanken werden abgeklebt und dann mit Epoxidharz getränkt bis zur vollständigen Sättigung. Dadurch wird der Kraftschluss im Beton wiederhergestellt und die Basis für eine neue, tragfähige Beschichtung geschaffen. Ein Beispiel finden Sie im Projektbericht zur Sanierung einer Tiefgarage mit einem Video zu den ausgeführten Arbeiten.
Welche Kategorien gibt es bei der Risssanierung?
Man unterscheidet folgende Kategorien in der Risssanierung:
KATEGORIE D
Dehnbare Rissfüllstoffe
Für begrenzt dehnbares Füllen sind Strukturen nötig, die auch bei Dehn- und Stauchbewegungen über die gesamte Rissfläche nicht zum Reißen des Rissfüllstoffes führen.
KATEGORIE F
Für kraftschlüssiges Verbinden (Füllen) werden überwiegend niedrigviskose, lösungsmittelfreie EP Injektionsharze verwendet. Die guten Spreit- und Fließeigenschaften dieser Rissfüllstoffe ermöglichen das Injizieren von Rissen mit Rissweiten > 0,1 mm und das Penetrieren bis in feinste Verästelungen. Mit einigen PU Harzen lässt sich ebenfalls eine Kraftschlüssigkeit erzielen.
KATEGORIE S
Zum Abdichten von Bauteilfugen und zum Schutz von Bauteilen gegen eindringendes Wasser oder Schadstoffe (z. B. Chloride), kommen elastische und quellfähige Acrylatgele zum Einsatz. Gute Penetrationseigenschaften, hohe Flankenhaftung und einstellbare Reaktionszeiten zeichnen diese Produkte aus.