Nachträgliche Horizontalsperre, Rentkammer Wächtersbach

Die Rentkammer des Stadtschlosses Wächtersbach wurde 1735 unter Graf Ferdinand Maximilian II. als Verwaltungsgebäude der gräflichen Familie Ysenburg errichtet. Das historische Gebäude zählt zum Schloss- und Brauereiareal in Wächtersbach und wurde nach dem Wegzug der gräflichen Familie im Jahr 1942 unterschiedlich genutzt, unter anderem durch die Wächtersbacher Brauerei sowie eine örtliche Krankenkasse.

Mauerwerksabdichtung
Nachträgliche Horizontalsperre, Rentkammer Wächtersbach

Seit 2015 befindet sich die Rentkammer gemeinsam mit dem angrenzenden, rund 71.000 m² großen Brauereiareal im Besitz der Stadt Wächtersbach. Ziel der städtebaulichen Entwicklung ist es, das Areal neu zu ordnen und die Rentkammer einer zukunftsorientierten Nutzung zuzuführen. Vorgesehen ist unter anderem eine Nutzung als zentrale Begegnungsstätte mit Veranstaltungsflächen sowie Angeboten zur medizinischen Grundversorgung.

Im Zuge der Sanierungsplanung wurde eine Bauzustandsanalyse durchgeführt. Dabei stand der Schutz des historischen Mauerwerks vor aufsteigender Feuchtigkeit im Fokus. Zur Herstellung einer nachträglichen Horizontalsperre kam WEBAC 2135 zum Einsatz.

WEBAC 2135 ist eine hydrophobierende Silan-Injektionscreme zur Abdichtung gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit. Das Material eignet sich besonders für die Sanierung denkmalgeschützter Bausubstanz und kann auch bei stark durchfeuchtetem Mauerwerk eingesetzt werden. Durch die Injektion wird der kapillare Feuchtigkeitstransport im Mauerwerk dauerhaft reduziert.

Mit der nachträglichen Horizontalsperre wurde eine substanzschonende und langfristig wirksame Lösung gewählt, die den Anforderungen des historischen Bestands entspricht und zugleich die Grundlage für die geplante neue Nutzung der Rentkammer schafft.

Eingesetzte Produkte

  • Injektionssilane

    WEBAC® 2135

    • Classic Line

    WEBAC 2135 ist eine WTA-geprüfte, hydrophobierende Silan-Injektionscreme. Der Wirkstoff dringt in Kapillaren und Poren ein, härtet zu einer wasserabweisenden Sperre aus und erhält dabei die Atmungsaktivität des Mauerwerks. Es wird zur nachträglichen Horizontalsperre gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit in stark durchfeuchtetem Mauerwerk eingesetzt und schützt die Bausubstanz dauerhaft vor Feuchteschäden.

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