Sanierung Ausflugslokal Zur Historischen Mühle, Potsdam

Die Gaststätte „Zur Historischen Mühle“ wurde im Jahr 1908 auf Initiative von Kaiser Wilhelm II. als Ausflugslokal errichtet und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Aufgrund erheblicher baulicher Mängel musste das denkmalgeschützte Gebäude im Jahr 1996 geschlossen werden. Zwei Jahre später, 1998, begannen umfangreiche Sanierungsmaßnahmen, um das historische Ensemble zu erhalten. Heute zählt die Gaststätte mit Biergarten zu den beliebtesten Ausflugszielen der Region.

MauerwerksabdichtungFlächenabdichtungBaudenkmalpflege
Sanierung Ausflugslokal Zur Historischen Mühle, Potsdam

Bei der Sanierung der Gaststätte „Zur Historischen Mühle“ lag der Fokus auf dem Schutz vor Feuchtigkeit, um die Substanz langfristig zu erhalten. Die durchgeführten Maßnahmen zielten darauf ab, den Feuchteeintrag dauerhaft zu verhindern und gleichzeitig den historischen Charakter des Gebäudes zu bewahren.

Außenwandabdichtung 
gegen Bodenfeuchtigkeit/Oberflächenwasser

  • 1 -WEBAC 5611 appliziert, vom Fundament bis OK Sockelsims
  • 2 - Perimeterdämmung
  • 3 - WEBAC 1403 injiziert (nachträgliche Horizontalsperre)
  • 4 - WEBAC 5611 innen appliziert
  • 5 - KEIM-Kontaktfarbe (Kalk-Kasein)
  • 6 - Innenwandputz
  • 7 - Verbundestrich

Sockelabdichtung
gegen Bodenfeuchtigkeit/Oberflächenwasser

  • 8 - WEBAC 1403 injiziert (nachträgliche Horizontalsperre)
  • 9 - WEBAC 5611 appliziert, vom Fundament bis OK Sockelsims
  • 10 - KEIM-Kontaktfarbe (Kalk-Kasein)

Durchgeführte Maßnahmen im Überblick:

  • Kellerwandkonstruktion, Säulen und der Spritzwassersockel wurden dauerhaft gegen Feuchtigkeitseinwirkung gesichert.
  • Im repräsentativen Fassadenbereich wurde der historische Anstrich mit einem reversiblen Schutzsystem versehen.
  • Der Spritzwassersockel erhielt in Kombination mit der Außenwandabdichtung eine angepasste Schutzschicht.

Eingesetzte Materialien und Verfahren:

  • Applikation von WEBAC 5611 vom Fundament bis zur Oberkante des Sockelsimses
  • Perimeterdämmung zur Optimierung des Feuchteschutzes
  • Injektion von WEBAC 1403 zur Herstellung einer nachträglichen Horizontalsperre
  • Erneute Applikation von WEBAC 5611 im Innenbereich
  • Verwendung von KEIM-Kontaktfarbe auf Kalk-Kasein-Basis

Nach über 10 Jahren wurden die durchgeführten Abdichtungen überprüft. Sie befanden sich nach wie vor in einem einwandfreien Zustand – ein Beleg für die dauerhafte Wirksamkeit der Sanierungsmaßnahmen.
 

Eingesetzte Produkte

  • PUR Injektionsharze

    WEBAC® 1403

    • Classic Line

    WEBAC 1403 ist ein langjährig bewährtes PUR Injektionsharz, das besonders für seine sichere und kontrollierte Verarbeitung geschätzt wird. Bei Kontakt mit Wasser härtet es zu einem geschlossenen, wasserdichten und volumenkonstanten Harz mit feiner Porenstruktur aus. Es eignet sich zur Abdichtung, Rissverpressung und Stabilisierung von Mauerwerk und Beton und wird für nachträgliche Horizontalsperren gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit eingesetzt.

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  • Dispersion für Wand und Boden

    WEBAC® 5611

    • Classic Line

    WEBAC 5611 ist eine reaktive Bitumen-Acrylat-Dispersion mit guter Haftung auf verschiedensten Untergründen sowie rissüberbrückenden Eigenschaften. Durch die hydrophobierende Wirkung des Bitumenanteils entsteht eine wasserundurchlässige Abdichtung mit zuverlässigem Schutz gegen das Auslaugen durch bauschädliche Salze. Dadurch eignet sich WEBAC 5611 für Flächenabdichtungen gegen drückendes Wasser im Hoch- und Tiefbau sowie im Denkmalschutz.

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